React im Jahr 2024: Eine einfache Übersicht

react ökosystem update | Robin Böhm | 3 Minuten

React hat sich seit dem ersten Release ständig weiterentwickelt. Im Jahr 2024 sehen wir einige spannende Veränderungen in diesem beliebten JavaScript-Framework. Hier ist, was ihr wissen müsst.

ReactJS Release Strategie hat sich geändert

Früher bekamen wir große React-Updates oft durch Konferenzen oder in Blogposts vorgestellt. Erinnert ihr euch an die Einführung von React Hooks? Das war eine große Sache! Doch seit der letzten stabilen Version von React, die vor fast zwei Jahren erschien, hat sich die Art und Weise, wie Updates veröffentlicht werden, verändert.

Heute gibt es häufiger “Canary”- und “Experimental”-Versionen von React. Diese sind nicht unbedingt für jeden gedacht, sondern eher für Entwicklungsframeworks wie NextJS oder Remix. Diese Änderung bedeutet nicht, dass React nicht mehr innovativ ist. Im Gegenteil, es entwickelt sich weiter, nur auf eine andere Art und Weise.

Mehr Support für Full-Stack-Entwicklung

Eine der größten Veränderungen im React-Ökosystem ist der Schritt hin zu Full-Stack-Anwendungen.

Mit Next.js Version 14 wurde die Unterstützung für “Server Actions” eingeführt. Die ebnet den Weg für vollständige Full-Stack-React-Anwendungen ohne die Notwendigkeit separater APIs.

Frameworks wie Next.js und Remix haben diesen Trend aufgegriffen (und beschleunigt), die bringt aber ein gewissen Grad an Komplexität mit sich.

Weiterhin kaufen wir uns hiermit größere Abhänigkeiten zu anderen Frameworks und Bibliotheken ein. Somit verschiebt sich die generelle Ausrichtung von React von der “kleinen Lib die alleine steht” zu einem ökosystem aus verschiedenen Projekten. Diese sind aber mehr und mehr als seperate Pakete nicht mehr im vollem Umfang zu nutzen und integrieren sich gegenseitig im wachsenden Ausmaß.

Integration von Next.JS als Basis

Die neue React-Dokumentation, die letztes Jahr veröffentlicht wurde, schlägt vor, mit einem Framework wie Next.js zu beginnen, anstatt ein eigenständiges React-Projekt mit Vite oder dem traditionellen Create React App zu erstellen.

Diese Verschiebung in der Empfehlung ist eine bedeutende Abkehr von der Vergangenheit und spiegelt die sich wandelnde Rolle von React im Entwicklungsökosystem wider.

Astro - Statische Webseiten generieren und immer mehr

Im vergangenen Jahr trat Astro als Nachfolger von Gatsby in Erscheinung. Obwohl es hauptsächlich für statische Websites bekannt wurde, hat seine wachsende Beliebtheit Astro dazu getrieben, auch Pakete für ganze Webanwendungen und API-Endpunkte in das Portfolio aufzunehmen. So ist es zwar perfekt für hochperformante Websites positioniert, aber Webentwickler beginnen, es für Anwendungsfälle über seine ursprüngliche Idee hinaus in Betracht zu ziehen.

Websites, die mit Astro gebaut werden, sind standardmäßig sehr performant, da diese Seiten zur Initialisierung ohne JavaScript auskommen beginnen und das gesamte rechenintensive Rendering auf den Server verlagern. Während die Generierung statischer Seiten (SSG) standardmäßig erfolgt, können Sie sich auch für serverseitiges Rendering (SSR) entscheiden.

Astro ist nicht strikt an React gebunden. Sie können Astro ohne jedes UI-Framework nutzen, indem Sie ihre native Methode verwenden, UI-Komponenten in einer “.astro”-Datei zu erstellen. Allerdings ermöglicht es Astro, Ihr bevorzugtes Komponentenframework (z.B. React) zu wählen, in dem Sie bereits über alle Erfahrungen verfügen, um eine Landschaft aus gut gestalteten und funktionalen UI-Komponenten zu erschaffen.

Wenn Astro mit z.B. React verwendet wird, kommt es mit null JavaScript aus und versendet lediglich HTML und CSS an den Browser. Nur im Falle der Interaktivität von Komponenten stellt der Server das notwendige JavaScript für den Client bereit. All dies ist Teil von Astros “fast-by-default Performance”, die durch sein Rendering-Paradigma namens Island Architecture angetrieben wird.

Was bedeutet das für React-Entwickler:innen?

Für dich als Entwickler:in bedeutet das, dass die Zeiten, in denen man “nur React” lernen konnte, möglicherweise vorbei sind. Um das volle Potenzial von React auszuschöpfen, wird es immer wichtiger, auch mit den dazugehörigen Frameworks vertraut zu sein.

Aber keine Sorge, React bleibt ein kraftvolles Tool für die Entwicklung moderner Webanwendungen. Es entwickelt sich nur in eine Richtung, die eine engere Integration mit anderen Technologien und Werkzeugen erfordert.

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Robin Böhm

Robin Böhm

Robin beschäftigt sich seit 2012 intensiv mit der Erstellung client-seitiger Web-Applikationen. Mit seinem Schulungs-Unternehmen workshops.de bildet er Teams mit dem Fokus auf Web-Technologien aus.